Berge

Die grossen Berge sind eine einsame, kalte und windige Welt. Ihre Erhabenheit verleitet uns, auf sie zu steigen oder uns an ihnen zu messen. Die Berge können trügerisch und voller Gefahren, aber auch eine Quelle der Kraft, der Freude und Besinnung sein.

Die Geschichte des Bergsteigens beginnt schon früh und lehrt uns, dass es vor allem eine Geschichte der menschlichen Gefühle und Sehnsüchte ist. Bereits am Anfang unserer Zeitrechnung ist von Jesus belegt, dass er auf einen Berg stieg «um allein zu sein und zu beten».

Um 1800, ist die erste «richtige» Kletterei dokumentiert. Heute sind alle Berge, alle Grate und Wände der Alpen unzählige Male durchstiegen worden.

Es sind vielfältige Beweggründe, die Menschen in die Berge ziehen. Was immer es sei, ohne die Erkenntnis, dass wir klein und die Berge gross sind, kommt niemand zurück. Wir erfahren unsere Begrenztheit und unsere Schwachheiten, lernen in den Bergen unsere Ängste und Zweifel kennen.

«Die Berge sind stumme Lehrmeister und machen schweigsame Schüler» wusste bereits Goethe, der sich auch mal, frierend im Schneesturm und wegsuchend über die Furka ins Wallis kämpfte.

Die Aufnahmen, teils vor Ort, teils aus dem offenen Helikopter heraus fotografiert, zeigen oft unwirtliche Berge. Ich bevorzuge die Momente, wenn Stürme toben, Nebel die Berge einhüllen und Neuschneemengen die Berge unzugänglich machen. Dann sind die Berge gross und einsam, kein Mensch ist zu sehen und ich bin ganz allein mit ihnen und meiner Kamera.

Ein tolles Gefühl, meine geheime «amour fou»